Identität und Interessen deutscher Außenpolitik
Enrico Liedtke, Referent für Geo- und Sicherheitspolitische Bildung im HAUS RISSEN, Hamburg
Von der wertebasierten Sicherheitspolitik Adenauers hin zu einer nationalen Sicherheitsstrategie. In Kooperation mit der senaka.
Die 2023 beschlossene Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung ist in über 75 Jahren deutscher Außenpolitik ein Novum. Erstmals werden umfassend sicherheitspolitisch relevante Herausforderungen gebündelt, Interessen formuliert und der Versuch gewagt, strategische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Das Fehlen eines umfassenden Strategiepapiers zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik bedeutet indes nicht, dass diese bislang strategielos gewesen ist. In Schlüsselmomenten der Geschichte der Bundesrepublik zeigte sich immer wieder aufs Neue, dass es sehr wohl wegweisende Entscheidungen gegeben hat, die auf strategischen Überlegungen beruhten. Eine der bedeutsamsten war zweifellos die entschiedene Westintegration der jungen Republik unter ihrem ersten Kanzler Adenauer, die bis heute fortwirkt. Ausgehend von dieser wertebasierten und interessengeleiteten Neuausrichtung deutscher Sicherheitspolitik unternimmt der Vortrag einen Streifzug durch die außenpolitischen Paradigmen der folgenden Jahrzehnte, um anschließend die jüngsten strategischen Leitlinien mit den Herausforderungen der Gegenwart abzugleichen. Und damals wie heute stellt sich die Frage, in welchem Zusammenhang Werte und Interessen in der Außenpolitik stehen.
12,50 Euro

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Veranstalter:
vhs Arnsberg/Sundern
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